Vorheriger Vorschlag

Nachbarschaft? Braucht man das noch?

Über soziale Medien findet man genügend Menschen mit gleichen Interessen – ganz egal wo. Wie sehen Sie das?

weiterlesen

Tschüss Einsamkeit. Hallo Nachbarn! - Durch soziale Medien kennt man mehr Leute vor Ort.

Aber findet man auch neue Freunde? Fühlt man sich weniger allein oder einfach nur wohler? Wie erleben Sie das?

Kommentare

Hallo, ich denke daß auf diesem (digitalen) Wege nicht oder eher kaum Einsamkeit überwunden werden kann. Die Menschen die hier mehr oder weniger anonym Kontakte knüpfen haben sich ja schon meist entschlossen zumindest einen kleinen Schritt auf andere zuzugehen. Sicher ist dann noch der persönliche Kontakt ein weiterer Schritt den so mancher mit oft gemischten Gefühlen entgegensieht. Es stellt zwar für ganz ängstliche Einsame schon eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme dar, aber ich glaube daß es einige gibt die fast nur ausschließlich im Hintergrund mitlesen dann aber doch nicht den Mut zum persönlichen Kontakt aufbringen. Wer meiner Meinung nach selten oder fast nie die eigenen vier Wände verläßt oder kann ist ja für seine Umwelt quasi nicht vorhanden. Eine Brücke zu solchen Menschen aufzubauen wird fast nur sozialen Diensten gelingen wenn es aus einer Bedürftigkeit heraus überhaupt bekannt ist. Trotzdem finde ich es persönlich richtig toll daß hier die Möglichkeit Menschen aus seiner unmittelbaren Umgebung zu entdecken eigentlich sehr einfach ist. Ich gebe zu daß ich mich von Zeit zu Zeit ( mehrmals die Woche ) beim Stöbern auf dem "Marktplatz" oder "Veranstaltungen" richtig freue wieder neues zu entdecken. Allerdings fände ich es besser, wenn es die Möglich gäbe selbst die Größe des Einzugsgebiet zu verändern. lg Dieter

Mir genügt es, daß die vielen lockeren Bekanntschaften zu meinem Wohlbefinden beitragen. Eine Freundschaft ist tatsächlich im Entstehen. Generell ist Foodsharing zum Kontakteknüpfen mindestens so effektiv wie nebenan, beides in Kombination ist is einfach super. :-)

Die Workshopteilnehmer*innen beobachten einen generellen Trend zu Passivität im Netz - setzt sich dieser auch auf Nachbarschaftsplattformen durch? Oft sind es einzelne Personen, die Stammtische organisieren und am Leben halten. Braucht es extra Strukturen, die solche aktiven Nutzer*innen unterstützen?
Und ist die Passivität - also das reine Lesen von Neuigkeiten aus der Nachbarschaft - überhaupt schlecht oder fördert es nicht auch schon eine Art von Gemeinschaftsgefühl?

Was denken Sie? Wir sind gespannt auf Ihre Antworten.
Beste Grüße,
Juliane Henn (Moderation)